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Die Architektur des Palácio Nacional da Pena | Romantisches Design, Farben und märchenhaftes Drama

Die Architektur des Palácio Nacional da Pena ist das Ergebnis, wenn ein Kloster aus dem 16. Jahrhundert, ein König der Romantik und eine überaus lebhafte Vorstellungskraft auf demselben Hügel zusammenkommen. Es wurde in den 1840er Jahren unter Ferdinand II. und Baron Wilhelm Ludwig von Eschwege erbaut und erweitert und vereint mittelalterliches Flair, königlichen Glanz und Ausblicke, die, offen gesagt, ein wenig prahlerisch wirken.

Ein kurzer Überblick über die Architektur des Palácio Nacional da Pena

  • Offizieller Name: Park und Palácio Nacional da Pena
  • Art der Attraktion: Ein Schloss im Stil der Romantik und ein Landschaftspark, die um einen ehemaligen Klosterkomplex herum angelegt wurden.
  • Ort: Sintra, Portugal, auf dem Gipfel der Sintra-Hügel.
  • Erstellt/umgewandelt: Der heutige Palast entstand in den 1840er Jahren unter König Ferdinand II., nachdem dieser 1838 das ehemalige Hieronymitenkloster erworben hatte.
  • Architektonischer Stil: Romantik mit Einflüssen aus der Neugotik, dem Neomanuelinischen Stil, dem Neoislamischen Stil und der Neorenaissance.
  • Hauptdesigner: Baron Wilhelm Ludwig von Eschwege.
  • Charakteristische Merkmale: Leuchtend rote und gelbe Fassaden, Terrassen, Zinnen, maurisch anmutende Bögen.
  • Was macht es so besonders: Der Palast vereint erhaltene Klosterelemente mit einem theatralischen königlichen Anbau aus dem 19. Jahrhundert, sodass er teils wie ein Kloster, teils wie ein Schloss und teils wie eine Traumsequenz wirkt.
Mehr über den Pena-Park

Architektonische Stile und Einflüsse am Palácio Nacional da Pena

Der Palácio Nacional da Pena wirkt, als wären auf einem Berggipfel mehrere wunderschöne architektonische Stile aufeinandergetroffen und hätten sich entgegen aller Erwartungen doch harmonisch miteinander verbunden. Sein Design greift Elemente der gotischen, manuelinischen, maurischen und Renaissance-Tradition auf, wirkt jedoch keineswegs wie ein Flickenteppich, sondern bewusst theatralisch – wie ein königlicher Tagtraum, der in Stein gemeißelt wurde.

Die Bezeichnung „romantisch“ ist hier von Bedeutung, nicht weil der Palast sanft oder sentimental wirkt, sondern weil die romantische Architektur des 19. Jahrhunderts Emotionen, Fantasy, Geschichte und Spektakel schätzte. Pena lässt all dies voll zur Geltung kommen: burgähnliche Türme, kunstvolle portugiesische Details, Hufeisenbögen, kräftige Farben und Terrassen, die wie geschaffen sind für dramatische Ein- und Ausgänge sowie für dramatische Wetterlagen.

Architektonische Highlights und charakteristische Merkmale des Palácio Nacional da Pena

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Das Triton-Tor

Dieses kunstvoll gestaltete Gateway, das zu gleichen Teilen mythologische Pracht und architektonische Prahlerei verkörpert, ist eines der eindrucksvollsten Details des Palastes. Es wirkt theatralisch, seltsam und wunderbar übertrieben – ganz im Stil des Palácio Nacional da Pena.

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Wer hat den Palácio Nacional da Pena entworfen?

Ferdinand II.

Der Palácio Nacional da Pena existiert, weil Ferdinand II. Geschmack und Ehrgeiz besaß und absolut kein Interesse daran hatte, etwas Unbedeutendes zu errichten. Er stellte sich eine Sommerresidenz vor, die eher fantasievoll als formell wirken sollte, und diese Vision zieht sich durch den gesamten Palast, von seinen dramatischen Silhouetten bis hin zu den vielseitig kombinierten historischen Anspielungen.

Baron Wilhelm Ludwig von Eschwege

Der Mann, der dazu beitrug, diese Vision in Stein zu gießen, war Baron Wilhelm Ludwig von Eschwege, der deutsche Ingenieur und Architekt, der am engsten mit der Neugestaltung des Schlosses im 19. Jahrhundert verbunden ist. Unter Einbeziehung der Überreste des alten Klosters schuf er ein Gebäude, das bewusst vielschichtig, theatralisch und geradezu herrlich überladen wirkt.

Geschichte der Architektur des Palácio Nacional da Pena

  • Vom Kloster zum königlichen Projekt: Bevor Pena zu jenem extravaganten Palácio Nacional da Pena wurde, den jeder zuerst fotografiert und erst später genauer betrachtet, befand sich an dieser Stelle zunächst eine kleine Kapelle und später ein Hieronymitenkloster.
  • Ferdinands großer Neuanfang: Dieser zweite Abschnitt begann im 19. Jahrhundert, als Ferdinand II. das Anwesen erwarb. Er verwandelte die religiöse Stätte in eine Sommerresidenz mit Türmen, Terrassen und Gateway-Toren.
  • Bau in mehreren Phasen: Die älteren Klostergebäude blieben teilweise erhalten, während um sie herum neue Palastflügel angebaut wurden. Anstatt seine Vergangenheit zu verbergen, trägt Pena sie offen zur Schau, sodass Sie den Übergang vom strengen Kloster zur königlichen Fantasy-Welt spüren können, während Sie durch die Anlage schlendern.
  • Das Endergebnis: Das Interessante an diesem Bauwerk ist, dass sich Pena durch Anpassung, Erweiterung und eine für das 19. Jahrhundert typische Überzeugung weiterentwickelte, wonach Architektur Emotionen wecken sollte und nicht nur symmetrisch dastehen darf.

Das Äußere des Palácio Nacional da Pena

Erste Eindrücke

Palácio Nacional da Pena weiß den Wert der Spannung zu schätzen. Man wird nicht gleich mit einer einzigen großen Enthüllung konfrontiert; zunächst erhascht man im Park hier und da einen flüchtigen Eindruck davon – hier einen Turm, dort einen gelben Farbtupfer –, bis schließlich das gesamte Anwesen in seiner ganzen Pracht vor einem Hügel in Sintra erscheint, das für diesen Ort geradezu übertrieben prunkvoll wirkt.

Der Palast selbst

Von außen strahlt der Palácio Nacional da Pena mit seinen Kuppeln, Zinnen, Bögen, Türmen, Terrassen und einer solchen Farbenpracht eine gewisse Selbstsicherheit aus, dass die benachbarten Paläste im Vergleich dazu fast schon etwas zurückhaltend wirken. Die rot-gelbe Fassade sieht nicht nur auf Fotos schön aus, sondern lässt Sie auch die vielschichtige Entwicklungsgeschichte des Gebäudes nachvollziehen, wobei das alte Kloster und die neueren Palastflügel nach wie vor sichtbar miteinander in Dialog stehen.

Die Details, die Ihre Zeit wert sind

Dies ist ein Gebäude, das Neugier belohnt. Das Triton-Tor stiehlt unbestreitbar allen die Show, der Bogenhof bietet einen weiten Blick über den Atlantik und die Hügel von Sintra, und der Uhrturm lässt die frühere klösterliche Atmosphäre des Ortes in all das königliche Spektakel einfließen.

Die Terrassen

Auf den Terrassen hört Pena auf, nur ein schönes Objekt zu sein, und wird zu einer Art Bühnenbild. Die Queen’s Terrace und die Triton’s Terrace öffnen den Palast hin zur Landschaft, zum Wind und zu diesen weitläufigen Ausblicken von der Hügelkuppe, sodass sich selbst das Stillstehen seltsam filmisch anfühlt.

Der Park

Und ja, der Park gehört in die Außenansicht der Handlung. Ferdinand II. gestaltete ihn als romantische Landschaft mit gewundenen Wegen, exotischen Bäumen aus aller Welt, Seen, Aussichtspunkten und kleinen, sorgfältig inszenierten Momenten, die den Eindruck vermitteln, man habe das Schloss entdeckt, anstatt es lediglich erreicht zu haben.

Das Innere des Palácio Nacional da Pena

Die Klosterzimmer

Sobald Sie eintreten, sorgt Pena sofort für eine ganz andere Stimmung. Die älteren Klosterzimmer sind schlichter, ruhiger und weit weniger auf Prunk ausgerichtet – und genau deshalb sind sie von Bedeutung; sie erinnern daran, dass dieser Ort, bevor er zu einer farbenprächtigen königlichen Fantasy-Welt wurde, ein religiöser Rückzugsort mit einem weitaus strengeren Charakter war.

Die Kapelle

In der Kapelle wird die frühere Geschichte des Gebäudes besonders deutlich. Es handelt sich nicht bloß um ein weiteres hübsches Zimmer auf dem Rundgang; es verleiht dem Palast architektonisches Gewicht, da es all das Drama des 19. Jahrhunderts mit etwas Veraltetem, Intimem und Andächtigem verbindet, sodass der gesamte Ort vielschichtig wirkt und nicht bloß aufgemotzt.

Die königlichen Zimmer

Die königlichen Zimmer sind einen Besuch wert, denn sie vermitteln den Eindruck, dass die Pena bewohnt ist und nicht nur aus der Ferne bewundert wird. Anstelle eines einzigen pompösen Moments, der sagen will: „Seht nur, wie prächtig wir sind“, finden Sie Speisesäle, Gemächer und Empfangsräume, die zeigen, wie der Palast tatsächlich als Wohnsitz genutzt wurde – was stets interessanter ist als ein Palast, der den Eindruck erweckt, er sei ausschließlich für Postkarten gebaut worden.

Häufig gestellte Fragen zur Architektur des Palácio Nacional da Pena

Weil es sich weigert, sich auf eine bestimmte Persönlichkeit festzulegen und dabei zu bleiben. Der Palast vereint gotische, manuelinische, maurische und Renaissance-Einflüsse zu einem äußerst fotogenen Bauwerk auf einem Hügel – und genau deshalb wirkt er weniger wie eine förmliche königliche Residenz, sondern vielmehr wie der äußerst kostspielige architektonische Traum eines Einzelnen.